Da wie bereits erwähnt die Wasserknappheit eines der grössten Probleme in dieser Gegend darstellt, war der Bau von Grundwasserbrunnen erste Priorität. Mit Hilfe diverser Sponsoren konnte schon im Jahr 2004 mit dem Bau der ersten Brunnen begonnen werden.

Dazu wird zuerst ein einheimischer Wassersucher bestellt, der die günstigste Stelle ausfindig macht.

     
Der Wassersucher bei der Arbeit mit Hilfe der 4 Elemente

Für den Bau eines Handpumpen-Brunnens wird dann eine Bohrfirma beauftragt, die mittels einer grossen Bohrmaschine ein Loch mit ca. 20cm Durchmesser und durch dieses eine Pipeline in die Erde bringt. Wenn man dann auf Wasser stösst, kann die Pumpe montiert und der Brunnen fertig gestellt werden. Diese Brunnen sind meist 70 bis 100 Meter tief und eigenen sich vor allem zur Entnahme von Wasser zum Kochen und Waschen. Das Wasser aus dieser Tiefe ist von guter Qualität und kann auch bedenkenlos getrunken werden.

Bohrmaschine für die Brunnen Bohrmaschine bei der Arbeit 1. Brunnen mit Wasser Beim Anschreiben

Die offenen Brunnen dienen in Kombination mit einer Dieselpumpe vor allem zur Bewässerung der Felder. Diese Brunnen haben meist einen Durchmesser von 7 bis 8 Metern und sind bis zu 12 Meter tief. Für den Bau dieser Brunnen werden jeweils ca. 20 Arbeiter aus dem jeweiligen Dorf angestellt. Sie erhalten dafür den dort üblichen Tageslohn von 60 Rupien, umgerechnet etwa 1.80 CHF. Der grösste Anteil der Arbeiter besteht aus Frauen, die den Schutt und die grossen Steine auf dem Kopf aus dem Schacht tragen. Wenn der Boden zu felsig ist, müssen manchmal Sprengladungen angebracht werden, ansonsten wurde die ganze Arbeit von Hand und ohne jegliche Maschinen erledigt, was jedoch den Dorfbewohnern entgegen kommt, da sie dann Arbeit und somit ein Einkommen haben.

Arbeit an einem offnen Brunnen Auf Wasser gestossen…

Für den Bau der Brunnen ist die Trockenzeit von März bis Mitte Juni am besten geeignet. Wenn zu dieser Zeit Wasser gefunden wird, behalten die Brunnen dieses in der Regel das ganze Jahr. Vorausgesetzt natürlich, dass in der nachfolgenden Regenzeit wieder genug Regen fällt. Mittlerweisle konnten an die 30 Brunnen fertig gestellt werden. Auch konnten mehrer Dieselpumpen für die bereits fertig gestellten Brunnen abgegeben werden und das Ergebnis dieser nun erfolgreichen Bewässerung liess sich wirklich sehen:

Erster fertiger offener Brunnen in Mukumpura Brunnen in Fathepura mit Dieselpumpe
   
 Pipeline  Erfolgreich bewässertes Feld in Fathepura

Auch unter die Rubrik Wasserprojekte fällt die Reparatur von zwei Staudämmen, die wir dank der Spendengelder verwirklichen konnten. Durch die Reparatur dieser Dämme, für die ebenfalls Arbeiter aus den jeweiligen Dörfern angestellt wurden, konnte eine ebenfalls sehr gut nutzbare Wasserreserve erschlossen werden. Aber auch hier natürlich unter der Voraussetzung, dass sich in der Regenzeit genug Wasser in diesen Stauseen sammelt. Auch geben die Handpumpenbrunnen in der näheren Umgebung durch die Anhebung des Grundwasserspiegels wieder Wasser.

Bei einem späteren Besuch konnten wir eine klare Verbesserung im Gegensatz zu vorher feststellen; Waren bisher die Seen bereits Ende Oktober ausgetrocknet, hielten sie jetzt das Wasser bis Ende Dezember. Auch konnte viel mehr Wasser zur Felderbewässerung aus den neuen Seen gepumpt werden als noch im Jahr zuvor.

Damm vermag das Wasser nicht zu halten  Damm in Reparatur Damm mit Zement verdichtet

 

Dorfchef Mesa vor fertigem Stausee Gefüllter Stausee in Amba in der Regenzeit