Patenschaften / Hilfe für Einzelpersonen

Ein wichtiges Anliegen von Father Edward ist auch die Unterstützung von Studenten, die in Indore Medizin oder Jura studieren, eine Mechanikerlehre oder eine Ausbildung zur Krankenschwester machen. Wir wollen diese Unterstützung mittels persönlicher Patenschaften realisieren. Die Informationen über die einzelnen Studenten können jederzeit bei uns eingesehen oder angefordert werden.

Des Weiteren konnten wir vielen Privatpersonen helfen, die durch eine Behinderung oder gesundheitliche Probleme benachteiligt waren. Unter anderem konnten wir drei Läden einrichten, welche nun selbsttragend von Anand, einem blinden Mann, Gaura, einem Mädchen mit Polio-Behinderung und einer armen Witwe geführt werden.

Gaura Witwe in Gudelpara Anand 

Ebenfalls konnten durch die Hilfe Ihrer Spenden mehrere Patienten im Spital operiert oder behandelt werden. Diese Menschen hätten sich eine angemessene Behandlung sonst niemals leisten können.

Auch konnten wir über 50 Ziegen an arme Familien abgeben, die keinerlei Tiere besassen und welche für sie ein unvorstellbar grosses Geschenk unde eine wertvolle Hilfe darstellten.

 

Als weitere materielle Unterstützung möchte ich hier noch die Verteilung von Kleidern erwähnen, die hier von verschiedenen Schulen und Frauenvereinen gesammelt und auch von Privatpersonen abgegeben und von uns nach Indien geschickt werden. Darunter befanden sich auch viele Stofftiere, welche an die Kinder in den Dörfern abgegeben wurden. Man kann sich die Freude der Kinder kaum vorstellen, die zum ersten Mal in ihrem Leben ein Spielzeug in ihren Händen hielten. Es ist sehr schwierig, all die Freude und Dankbarkeit dieser Menschen auszudrücken und herüber zu bringen. Für uns war es einfach enorm eindrücklich, wie man mit relativ wenig Geld so viel Freude und Unterstützung geben kann.

   
Katharina, Brother Alok und Manuela beim Sortieren Barbara bei der Anprobe
   
Neu eingekleidete Kinderschar in Mukumpura Erstes Spielzeug…)

Weitere Projekte

In der Mission wurde 2004 mit dem Bau eines neuen Kuhstalles begonnen. Der zuvor als Stall genutzte Raum wurde nach der Renovation als zusätzlicher Schlafraum für die Hostel-Kinder umfunktioniert. Als weiteres Projekt für die Zukunft wurde damals der Bau eines neuen Schlafsaals ins Auge gefasst. Zu diesem Zeitpunkt teilten sich 180 kleine Jungen, 130 grosse Jungen und 90 Mädchen jeweils einen Schlafsaal. Zunächst konnte im Frühjahr 2005 mit der Renovation der bestehenden Schlafräume begonnen werden. Diese wurden alle neu gestrichen und die elektrischen und sanitären Anlagen wurden ausgebessert und repariert. Letztes Jahr konnte nun endlich auch der Bau eines neuen Hostels für die grossen Jungs begonnen werden, da die Wohnsituation in diesem Gebäude am prekärsten war. Das Gebäude ist mittlerweile nahezu fertig gestellt und sollte im Frühjahr seiner Bestimmung übergeben werden können. Ausserdem konnten vor zwei Jahren an alle Kinder Matten für die Schlafsäle verteilt werden. Zuvor mussten die Kinder auf dem nackten Boden schlafen, meist nur mit einer dünnen Decke als Unterlage. Dies ist vor allem im Winter, wenn die Temperaturen auch in Indien ziemlich abfallen, eine wirklich kalte Angelegenheit.

 

   
Fertiger Kuhstall in Dattigaon Neu geschaffener Schlafraum
   
Derzeitige sanitäre Anlagen beim Schlafsaal Guido beim Verteilen der neu erworbenen Schlafmatten
Vorher...

Nachher...

Besonders gefreut hat uns – und ganz besonders natürlich auch die Kinder in der Mission - dass wir eine kleine Bibliothek und einen Spiele-Verleih eröffnen durften. Dort können von den Kindern immer von Sonntag bis Sonntag Bücher zum Lesen und zum Lernen ausgeliehen werden. Dies nicht nur für den Bildungszweck, sondern auch um die Freude am Lesen zu fördern. Die Spiele können von den Kindern jeden Tag geholt werden, was natürlich rege in Anspruch genommen wird.

 
Master Thomas und Barbara beim Spieleschrank

Zur weiteren verbesserten Ausbildung wurden von uns auch noch vier Schreibmaschinen angeschafft. Auch hier war das Interesse sehr gross, da die Fähigkeit „tippen“ zu können, für eine spätere Anstellung in einem Büro unerlässlich ist. Das Schreibmaschinenschreiben direkt an einem Computer zu lernen konnten wir aus Kostengründen nicht anbieten. Dies wäre auch ein Problem, da die Mission wegen der dauernden Stromausfälle nur für ein paar wenige Stunden am Tag über elektrischen Strom verfügt.

Zu erwähnen ist hier auch noch der Service am missionseigenen Traktor, der dadurch wieder einsatzbereit gemacht wurde und nun für verschiedenste Arbeiten eingesetzt werden kann (Feldarbeit, Transport von Brennholz, Sand, Zement, anderer Baumaterialen und Möbel in die abgelegenen Dörfer).

In Sommer 2004 konnte noch der Kauf einer Getreidemühle, mehrerer Dieselpumpen und Saatgut für die ärmsten Dörfer verwirklicht werden. Besonderes letzteres ist sehr wichtig für die Menschen dort, die sonst durch die Wucherzinsen der Geldverleiher und Grossgrundbesitzer in immer tiefere Abhängigkeit und Schuldknechtschaft geraten. Kein Wunder, dass bei Zinssätzen von 100 bis 200% pro Jahr (!!!) die armen Bauern (fast ausschliesslich Analphabeten) regelrecht zu Sklaven dieser Betrüger werden.

 
Offener Brunnen, im Hintergrund Mais aus abgegebenem Saatgut

Last but not least wurden bei einem Aufenthalt von Barbara Stöckel die ersten der insgesamt 50 Legehennen für die Kinder der Mission angeschafft. So können die Kinder von nun an jeden 3. Tag ein Eiergericht geniessen, was eine sehr wichtige Grundnahrung für heranwachsende Kinder darstellt. Von Guido wurde im Jahr zuvor eine Büffelkuh mit Kalb gekauft. Büffelmilch hat einen höheren Fettgehalt als Kuhmilch und ist damit eine ebenfalls sehr gute Nahrungsergänzung für
die Kinder.

   
„Barbara’s Chicken“ Kalu, der „Hühner-Chef“

Wie aus dieser Übersicht über unsere Arbeit ersichtlich ist, konnten bisher viele nützliche Projekte verwirklicht werden. Damit konnte in den Dörfern, aber auch in der Mission selbst viel an Infrastruktur verbessert und den Menschen echte Hilfe geboten werden. Aber da Entwicklungshilfe immer auch einen Prozess darstellt, kann die Arbeit eigentlich nie als wirklich beendet betrachtet werden. Für unsere weitere Arbeit, auf die die Menschen dort so sehr bauen und all ihre Hoffnungen setzen, sind wir jedoch weiterhin auf Spendengelder angewiesen. Durch Ihre Hilfe hoffen wir, unsere Arbeit dort weiterführen und noch viele weitere Projekte verwirklichen zu können.

Gemeinsam mit Ihrer Hilfe wollen wir den Menschen in Indien auch weiterhin echte Hilfe und Hoffnung, aber auch ein Zeichen der Wertschätzung und der Solidarität bringen.